© Hirndorf

Archiv 2023

Kirche des Monats Dezember 2023 - St. Nikolaus, Sustrum

Die St. Nikolaus-Kirche feiert ihren 100. Geburtstag
Kirche des Monats: St. Nikolaus in Sustrum am 17.12.2023
Im Dezember dieses Jahres feiert die Kirchengemeinde St. Nikolaus zu Sustrum das 100- jährige Bestehen ihrer Kirche. Dieses Jubiläum wird von verschiedenen Aktionen begleitet. Beginnend mit dem Patronatsfest im Dezember 2023 findet als Höhepunkt eine Festmesse am 02. Juni 2024 mit dem Diösesanadministrator Weihbischof Johannes Wübbe statt. Somit fügt sich die Vorstellung der St. Nikolaus Kirche und der Aktivitäten der Kirchengemeinde im Rahmen der Aktion „Kirche des Monats“ am 17. Dezember 2023 um 15.00 Uhr (Hauptstraße 17, 49762 Sustrum) stimmungsvoll ein.
Über viele Jahrhunderte feierten die Sustrumer Bürgerinnen und Bürger in der im 16.  Jahrhundert erbauten Kirche St. Georg Steinbild die Gottesdienste. Steinbild liegt mit seiner Kirche auf der anderen Seite der Ems. Eine Brücke zwischen  Walchum und Steinbild wurde erst 1934 errichtet. Bis dato konnte der Fluss von den 
linksemsischen Gläubigen nur mit einer Fähre überquert werden. Ein schweres Fährunglück, welches sich am 
12. März 1920 bei Hochwasser und Treibeis ereignete, sorgte dafür, dass die Sustrumer Bürger viel Engagement aufbrachten, um den langgehegten Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus im Ort umzusetzen. 
Es bedurfte der Unterstützung vieler Entscheidungsträger, um das Vorhaben zu realisieren. Aber auch die Sustrumer Bürger selbst haben ihre Beiträge geleistet, wo es nur ging. So  stiftete der Bauer Bernhard Krull seinen sogenannten Kortenhof für den Kirchbauplatz und der Bauer Wilhelm Kässens gab seinen Garten als Bauplatz für ein Pastorat dazu. Außerdem sollte ein Großteil der Baukosten für den Neubau durch den Verkauf von Holz aus dem Waldbestand der Sustrumer Gemeinde finanziert werden. Etwa 660 Festmeter Holz konnten 
zu einem guten Preis verkauft werden. Dieser Handel war zu den damaligen Zeiten ein großes Glück, da die Inflation nach dem ersten Weltkrieg eine Geldentwertung zunehmend beförderte. Das erklärt auch den noch für heutige Zeiten hoch erscheinenden Preis für den  Neubau, der sich damals auf einen beinahe neunstelligen Betrag belief.
 Am 25. März 1923 ging es mit dem ersten Spatenstich endlich los. Die Grundmauern setzte  man aus  Ibbenbürener Sandsteinen. Die Grundsteinlegung erfolgte im April, das Richtfest im  Juni und im August startete  der Innenausbau. Auch für heutige Zeiten ein beeindruckendes Tempo. Den Kirchenbau plante man so, dass der historische Barock-Hochaltar aus der alten Rheder St. Nikolaus-Kirche darin seinen Platz finden konnte. Schon am Patronatsfest des Heiligen Nikolaus 1923 war nun für die Sustrumer der langersehnte Tag der Freude gekommen. Das  neue Gotteshaus konnte von Pfarrer Benno Dyckhoff aus Steinbild gesegnet und seiner 
Bestimmung übergeben werden. Im Rahmen einer Firmungsreise fand am 27. August 1927 dann die Konsekration der neuen St. Nikolaus-Kirche Sustrum durch den Bischof von Osnabrück, Wilhelm Berning, statt. 
 Eine besondere Rolle bei der Innengestaltung des Gotteshauses spielte der gebürtig aus Borsum stammende und später in Lathen wirkende Bildhauer Bernhard Heller, genannt  Hellerbernd. Verschiedene Arbeiten stammen aus seiner Hand, darunter die Kanzel im Barockstil und auch der Entwurf des Taufsteines. Als Kostbarkeit gilt die aus Holz geschnitzte Pieta, bei der die Mutter des Künstlers Pate stand.
 Um dem Barockstil gerecht zu werden, erhielten die Sustrumer von der Kirchengemeinde Lengerich zwei Statuen, die die Heiligen Andreas und Johannes darstellen und über 400 Jahre alt sind.
 Musikalisch wurden die Gottesdienste zunächst mit einem Harmonium, später mit einer Pfeifenorgel begleitet. Seit 1996 führt eine elektronische Orgel durch die Andachten und Heiligen Messen.
Im Jahr 1954 erhielt die Kirche ein neues Dreigeläut. Die alte Glocke wurde der Kirchengemeinde in Sustrum-Moor zur Verfügung gestellt.
War die Gemeinde Sustrum glücklich und dankbar für die neue Kirche, gegen die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges war auch sie machtlos. Die Zerstörung des kupfernen Schutzmantels am Turm machte Anfang der  1960er Jahre eine Neuerrichtung des Kirchenturmes erforderlich.
Die St. Nikolaus-Kirche wurde und wird immer wieder liebevoll gepflegt. Der barocke Hochaltar wurde zum zuletzt gefeierten 75-jährigen Jubiläum renoviert. Zum 100jährigen Jubiläum bekam die Kirche einen neuen Anstrich, sodass sie jetzt wieder in vollem Glanz erstrahlt.
Die Kirchengemeinde freut sich auf Gäste aus dem ganzen Emsland und lädt nach der Präsentation der Kirche zu einem adventlichen Kaffeetrinken ein. 

Kirche des Monats St. Antonius, Teglingen

Die Mitte des Dorfes seit 100 Jahren
Die kath. Kirche St. Antonius in Meppen-Teglingen ist „Kirche des Monats“ November
Am 17. April 1923 wurde die Antonius-Kirche in Teglingen nach ca. einjähriger Bauzeit durch den Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning unter großer öffentlicher Beteiligung eingeweiht. Nach einer bescheidenen Kapelle, die 1824 errichtet wurde, war die Errichtung und Kirchweihe der neuen Antoniuskirche ein Meilenstein für das katholische Leben im Dorf. Nach intensiver handwerklicher und finanzieller Unterstützung durch die Teglinger Bürger fand die Kirchweihe unter großer Resonanz und voller Stolz aller Beteiligten statt. Es dauerte jedoch noch einige Jahre bis die noch recht kahle Kirche ihre erste Ausmalung erhielt und über drei Glocken verfügte (1929) und schließlich eine erste Orgel installiert werden konnte. Die Komplettierung der Innengestaltung gelang immer nur in Intervallen durch eine Spenderinitiative, der sich dann weitere Personen anschlossen. 

Wichtige Etappen der Umgestaltung, Neuausmalung und Sanierung der Kirche waren die Jahre 1957, 1983 und schließlich 2013.  Die Kirche, die bis zu 200 Personen Platz bietet, kann als Hallenkirche mit einem Tonnengewölbe und neuromanischen Stilelementen mit vielen ausdruckstarken Ausmalungen an der Decke und im Altarraum aufwarten. Bei der letzten Kirchenrenovierung 2013 wurden neben einigen technischen Maßnahmen alle Heiligenfiguren, die das Längsschiff der Kirche prägen, wieder farblich neu gefasst und sind seitdem ein besonderer Blickfang für Jüngere und Ältere. Alle Gottesdienstfeierenden erkennen schnell: Wir stehen in einer langen Tradition von Glaubenden, die bereits vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden ihren Glauben gelebt haben. Das größte Interesse kommt dabei dem Patron der Kirche, dem hl. Antonius entgegen, der nahe der Ausgangstür durch ein kleines Ferkel begleitet wird. 

Der einschiffige Backsteinbau markiert mit seinem schlanken Kirchturm seit einem Jahrhundert die Dorfmitte der weit verstreuten Häuser und Siedlungen diesen Meppener Stadtteils. Die Turmuhr trägt die Jahreszahl 1884, da sie noch aus dem Vorgängerbau stammt. Die drei Glocken der Kirche erinnern nicht nur an die Uhrzeit, sondern künden auch von den freudigen, aber auch traurigen Ereignissen der hier lebenden Bevölkerung. Der Kirchturm will wie ein erhobener Zeigefinger jedem Menschen immer wieder in Erinnerung rufen: Du täuschst dich, wenn du meinst, dass du allein dein Leben im Griff hast! Und diese Botschaft ist heute so richtig wie vor 100 Jahren. 

Die St. Antonius-Gemeinde in Meppen-Teglingen ist fester Bestandteil der Dorfkultur und neben dem Sportverein, dem Schützenverein und dem Heimatverein. Durch Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Bestattungen an den Wendepunkten des Lebens und insbesondere durch die vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche, für Frauen in der kfd, sowie für Senioren sorgt die Kirchengemeinde gemeinsam mit den anderen Vereinen für ein lebendiges Leben im Dorf. Die Antonius Kirchengemeinde gehört seit ca. 15 Jahren neben der Propsteigemeinde St. Vitus in Meppen und der St. Josef Gemeinde in Meppen-Schwefingen zur Pfarreiengemeinschaft Meppen-Süd.

So gibt es hundert Jahre nach der Kirchweihe 1923 genügend gute Gründe, diese Kirche als „Kirche des Monats“ zu feiern. Sowohl Gemeindemitglieder, die Teglinger Bevölkerung als auch Interessierte der Region sind dazu am Sonntag, den 12. November 2023 herzlich eingeladen. Die musikalisch gestaltete Präsentation u.a. der Baugeschichte und der Innengestaltung der Kirche beginnt um 15.00 Uhr. Daran anschließend sind alle Gäste aus Nah und Fern zu Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus eingeladen.

Und bereits am Vormittag feiert die Kirchengemeinde in dankbarer Erinnerung um 10.30 Uhr einen lebendig gestalteten Familiengottesdienst in der Kirche und lädt anschließend zu einem Mittagssnack im und ums Gemeindehaus ein. 
René Kollai

Kirche des Monats St. Martinus, Haren (Ems)

Ein imposanter Bau in neobarockem Stil, die Kirche St. Martinus in Haren (Kirchstraße 5), wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirche des Monats“ am Sonntag, den 08.10.2023 um 15.00 Uhr vorgestellt.
 
Die Anfänge der Kirchengemeinde Haren reichen bis ins Hochmittelalter zurück. Sicher belegt ist die Existenz für die Mitte des 13. Jahrhunderts, denn zu dieser Zeit gingen die bis dahin nicht in Haren liegenden Rechte der Pfarre Wesuwe an der Kapelle in Landegge auf die Pfarre Haren über. Die erste Pfarrkirche soll aus dem 13. Jahrhundert stammen und hat allem Anschein nach schon auf dem Platz der heutigen Kirche gestanden.
Dynamisch verlief die Entwicklung der Kirchengemeinde Haren im 19. Jahrhundert. Die mittelalterliche Kirche wurde abgebrochen und 1853/1854 durch einen großzügigen Neubau mit fast 700 Plätzen nach den Plänen des Kreisbauinspektors Niehaus ersetzt. Dieser Neubau erwies sich von Anfang an als zu klein und Schäden entstanden, die mit den Jahren so groß wurden, dass man befürchtete, die Kirche wegen Einsturzgefahr schließen zu müssen. 
Somit beschlossen im August 1907 die Gemeindevertreter, die Kirche nach den Plänen der Architekten Sunder-Plassmann (Münster) und Becker (Mainz) im so genannten „Neobarock“ umzubauen. In den Jahren 1908 bis 1911 entstand der heutige imposante Bau in barockem Stil mit 1200 Sitzplätzen. Als Fundament der Kirche versenkte man 22 Eisenbetonpfeiler in einer Tiefe von 7 bis 11 Meter auf festem Baugrund und verband sie durch Eisenbetonbalken miteinander, auf denen dann weiter gebaut wurde. Am 23.05.1909 erfolgte die Grundsteinlegung. Hinter das alte Kirchenschiff wurde ein Querschiff 
gesetzt. Im Sommer 1910 bekam die alte Kirche einen Überzug aus Beton und wurde, wie der neue Anbau, mit Kunstsandstein verkleidet. Die alten Mauern wurden um 4 Meter erhöht und das Tonnengewölbe über dem alten Teil der Kirche aufgebaut. Nach dem Umzug in den Neubau, der als Notkirche fungierte, riss man die Pfeiler im alten Kirchenschiff und die alte Dachkonstruktion ab. Am 14.09.1911 konnte die umfänglich umgebaute und erweiterte Kirche mit einer Gesamtlänge von fast 60 Metern, einer Breite von 15 Metern im Langschiff und fast 30 Metern im Querhaus eingeweiht werden. 
Die Gemeinde zeigte eine große Opferbereitschaft. Besonders hervor taten sich die Brüder Heinrich und Stefan Esders. Der eine war in Paris, der andere in Wien zu Wohlstand und Reichtum gekommen. Dabei  hatten sie ihre Heimat nicht vergessen. Ihnen zu Ehren befinden sich auf den Hauptfenstern in beiden Seitenschiffen je ein Abbild der Steinigung des heiligen Stephanus und ein Abbild des heiligen Heinrichs. 
Der Glockenturm veränderte sein Ansehen nicht. Bereits angefertigte Pläne konnten wegen der hohen Kosten nicht mehr verwirklicht werden. Im Glockenturn erklingen heute noch Glocken, die in den Jahren 1510, 1650 und 1921 gegossen wurden. 
Das wichtigste architektonische Merkmal der Kirche ist die hohe Kuppel über der Vierung von Lang- und Querhaus, 27 Meter hoch und gekrönt von einer doppelten Laterne.  Dass der Petersdom dafür Vorbild war, mag Tatsache oder liebenswürdige Übertreibung sein. Sicher ist, dass St. Martinus unter dem Namen „Emslanddom“ bekannt und weithin sichtbar ist. Nach einem Brand in der Kuppel am 24.06.1965 mussten zwei neue Laternen aufgesetzt werden und die Figur eines Betenden mit erhobenen Händen als Mittler zwischen Gott und der Gemeinde wurde an der Spitze angebracht.
Im Jahr 2001 stand eine Renovierung an. Bis dahin befand sich der Zelebrationsalter erhöht und entfernt in der Apsis. Ein neuer Zelebrationsaltar vom Mühlheimer Künstler Ernst Rasche bildet heute den Mittelpunkt der Kuppel. Durch die freundliche Farbgebung und den Wegfall eines Drittels der Kirchenbänke kommt die Schönheit des Raumes mehr zur Geltung. Die reiche innere Ausstattung der Kirche mit den bleiverglasten Fenstern, der Deckenbemalung, dem gewaltigen Hochaltar, zahlreichen Heiligenfiguren und Gemälden hat eine große religiöse Aussagekraft und tiefe Symbolik. Das älteste und kostbarste Ausstattungsstück der Kirche ist der um 1200 geschaffene romanische Taufstein. Anlässlich des hundertjährigen Kirchweihfestes im Jahr 2011 schuf der Künstler Paul Brandenburg eine neue Abdeckung, die in der Form das Motiv der Kuppel der Kirche aufgreift.
Zur Geschichte der Kirche und der Stadt Haren gehört auch, dass im Mai 1945 etwa 1000 Harener Familien aus ihren Häusern vertrieben wurden. Die Häuser wurden Polen, die als Zwangsarbeiter und Häftlinge schlimme Zeiten hinter sich hatten, zur Verfügung gestellt. Aus Haren wurde Maczkow, eine polnische Stadt. Im „Emslanddom“ feierte ein polnischer Priester die heilige Messe, während die Harener sich in einer Scheune außerhalb der Stadt zum Gottesdienst versammelten. Musikalisch wird die Veranstaltung die Kolpingkapelle Haren begleiten. 
Die Gemeinde freut sich auf die Gäste aus dem ganzen Emsland und die katholische Frauengemeinschaft St. Martinus lädt in Kooperation mit den Pfadfindern St. Franziskus nach der Vorstellung zum Nachmittagskaffee herzlich ein.
 
Pressebericht
aus verschiedenen Quellen, insbesondere nach Texten aus der Chronik „100 Jahre Kirchweihe der 
St.-Martinus-Kirche Haren (Ems) herausgegeben von der kath. Kirchengemeinde St. Martinus

Kirche des Monats Kapelle Jugendkloster Ahmsen

Wie Spökenkieker Hermann es im Ahmsener Wäldchen voraussah
Kapelle(n) im Jugendkloster Ahmsen sind im September Kirche des Monats 
Ahmsen. Das Bildungs- und Begegnungshaus Jugendkloster Ahmsen öffnet am 10. September seine Türen als „Kirche des Monats“. Um 15:00 Uhr beginnt die Veranstaltung in der Kapelle des Hauses. In einer kleinen Feier wird das Team des Jugendklosters zusammen mit Maristenpater Benedikt Wulf unterschiedliche thematische Impulse zum kirchenhistorischen Ort, zur geschichtlichen Besonderheit und Informationen zum aktuellen Wirken des Jugendklosters Ahmsen geben. Anschließend gibt es bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zum Austausch und zur Begegnung.
Das heutige Bildungs- und Begegnungshaus blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. 1922 baten die Bauern in Ahmsen die Maristenpatres in Meppen darum ein Kloster in Ahmsen zu bauen. Die Ahmsener wollten Seelsorger im Dorf. Der bis dahin regelmäßig und mühsam gegangene Weg zum Kirchort Holte sollte mit einer eigenen geistlichen Versorgung nicht mehr notwendig sein. Die Ahmsener Grundbesitzer stellten einen Tannenwald in der Dorfmitte und Ackerland zur Verfügung. Nach längerem Überlegen sagten die Maristen zu. Das Kloster wurde gebaut. 
Aber schon weit vorher, so erzählt es eine weit verbreitete Geschichte, wurde das große weiße Haus gesehen: Dem Spökenkieker Hermann erschien es auf dem Weg von Vinnen nach Ahmsen mitten im Wäldchen an einer Stelle, wo kein Gebäude stand. 
Weiße Häuser gab es damals im ganzen Umfeld aber nicht, sondern nur die üblichen roten Backsteine. Als schließlich das Kloster gebaut wurde, war es aber so, dass keine roten Backsteine zu bekommen waren. Gebaut wurde ein weißes, eingeschossiges Haus.
Ab 1925 wurde das Kloster als Ausbildungsstätte für Maristenbrüder genutzt, später zusätzlich als Noviziat für die angehenden Patres. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Haus von der Gestapo beschlagnahmt und die Maristenkommunität vertrieben. Doch bald nach dem Krieg konnte es seiner ursprünglichen Bestimmung wieder zugeführt werden. Die Maristen kehrten zurück. Das Haus war zunächst Noviziat, öffnet sich in den 60er Jahren für Tage religiöser Orientierung für Schüler, später auch für andere kirchliche Gruppen – bis es in den 80er Jahren ein offenes Haus der Begegnung wurde.
2008 übernahm, weiterhin unter der Leitung des Maristenordens, das Bistum Osnabrück die Trägerschaft des Hauses. 2010 gaben die Maristen die Leitung des Hauses ab und die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL) übernahm diese. Aus dem „Haus der Begegnung” wurde das „Exerzitienhaus Ahmsen”.
Zum 01. Januar 2019 wurde das „Exerzitienhaus Ahmsen“ zum „Jugendkloster Ahmsen – Bildungs- und Begegnungshaus“. Das Haus steht im Besitz des Bistums Osnabrück und wird geführt durch den Verein „Marstall Clemenswerth und Jugendkloster Ahmsen e.V.“. Wie schon zur Zeit der Maristen ist es ein offenes Haus für junge, aber auch für junggebliebene Menschen, die sich, anderen oder Gott begegnen möchten. Das Haus bietet eigene Veranstaltungen unter anderem in den Bereichen „Jugendspiritualität und Jugendpastoral“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an und dient besonders als offenes Beleghaus für die Jugendarbeit des Bistum Osnabrück, für Schulen und für alle weiteren Interessierten. 
 Seit der Gründung des Jugendklosters 2019 steigen die Belegungszahlen an, die Corona-Zeit stellte hier nur eine kurze Unterbrechung dar. Im Jahr 2022, welches in den ersten drei Monaten noch durch ein coronabedingtes Schulfahrtenverbot beeinträchtigt war, besuchten knapp 7.000 Gäste das Jugendkloster Ahmsen und es wurden 14.500 Teilnehmertage durchgeführt. Die Prognose für 2023 zeigt weiter steigende Gästezahlen. 
Die Kapellen im und um das Kloster Ahmsen haben, wie das Kloster selbst, eine bewegte Geschichte und befanden sich nicht immer am gleichen Ort. So wird die 1931 eingeweihte Lourdes-Clause auf dem Außengelände des Jugendklosters heute von Gästen und Spaziergängern als Ruheort genutzt und oftmals wird hier für eine Bitte eine Kerze entzündet. 
 Die Hauskapelle des Jugendklosters hat sich in der Geschichte des Klosters schon an verschiedenen Orten im Haus befunden. Die Ausstattung der Kapelle – Altar, Tabernakelstele, Ambo, Kreuz, Osterkerzenständer – wurde im Wesentlichen vom Künstler Joseph Krautwald gestaltet. Zudem bereichern  künstlerische Werke aus neuerer Zeit den Kapellenraum. Dazu gehören ein Friedenskreuz und ein Marienbild gestaltet von jungen Menschen unter Anleitung des Künstlers Mika Springwald. Heute wird der zeltförmige Raum unter dem Dach des Hauptgebäudes täglich von Schülern, Firmlingen, Gruppenleitern, Teamern, Mitarbeitern und Gästen des Hauses als liturgischer Raum genutzt und lädt jederzeit zu Gebet und Besinnung ein.
Das Jugendkloster Ahmsen lädt alle Interessierten zur „Kirche des Monats“ ein. Die Besucher werden mehr erfahren über die Geschichte des Hauses, seine Kapelle, dem Wirken von 1922 bis heute und erhalten einen Ausblick in die Zukunft. 

Kirche des Monats Christuskirche, Brögbern

Kirche des Monats August 2023
Eine der gelungensten modernen Kirchenbauten der ev.-luth. Landeskirche
Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts gab es als Erbpächter auf einem ehemaligen Gut der Grafen von Tecklenburg in Brögbern evangelisch-lutherische Familien. Sie wurden der 1728 gegründeten Kreuzkirchengemeinde in Lingen  zugewiesen. Zum Gottesdienst gingen sie zu Fuß. Zu Hochzeiten, Taufen und Begräbnissen wurde die Kutsche angespannt. 1892 wurde in Brögbern eine evangelische Schule gebaut. Hier fanden unregelmäßig, besonders im Winter, Andachten und Bibelstunden statt. Zum Gottesdienst ging es weiterhin in die Lingener Kreuzkirche.  
1925 entstand der Plan, in Brögbern eine Kapelle zu bauen. Der dem Kirchenvorstand angehörende Bauer Heinrich Tyding stiftete in der Nähe seines Hofes ein Grundstück für die Anlage eines Friedhofs. Dieser wurde 1926 angelegt. Der Kapellenbau erfolgte 1931/32 nach Plänen des Architekten und Regierungsbaumeisters Berck aus Papenburg. Superintendent  Wilhelm Christian Funke aus Meppen weihte die Kapelle am 11.09.1932 ein.
Ende des 2. Weltkrieges lebten etwa 80 evangelische Gemeindeglieder in Brögbern. Durch den Zuzug von Ostflüchtlingen und Heimatvertriebenen stieg die Zahl der evangelischen  Einwohner an. Die Kapelle wurde für die vielen Besucher zu klein. Denn als stadtnahes Dorf war Brögbern eine bevorzugte Wohngemeinde. Gefördert wurde diese Entwicklung durch die Bildung der Siedlung Sandbrinkerheide zwischen dem alten Ortskern von Brögbern und der Lingener Stadtrandsiedlung Damaschke. Die Kirchengemeinde beschloss somit den Neubau eines Gemeindezentrums in der Sandbrinkerheide. Sie erwarb dafür 1963 ein 1 Hektar großes Grundstück vom Bauern B. Hinken an der Sandbrinkerheidestraße. Als Teil eines neuen Gemeindezentrums wurde 1963/64 zunächst ein Pfarrhaus errichtet. Im März 1965 konstituierte sich ein Kirchenbauverein. 1969 errichtete die Gemeinde ein Jugendheim im Blockhausstil. Die für 200 Personen ausgelegte Kirche an der Sandbrinkerheidestraße entstand schließlich 1971/72 nach einem Entwurf des Architekten Berthold Engels. Die Kirche mit einem angeschlossenem Mehrzwecksaal, einem Unterrichts- und Jugendraum sowie einer Bibliothek wurde am 01.07.1972 eingeweiht. Eine Erweiterung des Ensembles um ein Gemeindehaus folgte 1991/92.
Eine Besonderheit des Kirchbaus ist das zum Glockenturm hin geschwungene Dach. Im Jahr 1995 wurde der Glockenturm mit einer Kupferfassade verkleidet, die ihm seitdem ein interessantes Äußeres verleiht. Die Tonlage der drei Glocken von der Glockengießerei Rincker aus dem hessischen Sinn wurde mit der Tonlage der Glocken der katholischen Kirche in Brögbern abgestimmt. Die größte der drei Glocken trägt den Weihespruch der Christuskirche „Wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn“ (2. Korintherbrief, 4,5).
Der Kirchenraum ist nicht nur außen, sondern auch innen mit Ziegelsteinen verblendet. Er wirkt dadurch warm. Altar, Kanzel, Lesepult und Taufbecken gestaltete der Künstler Werner-Jakob Korsmeier in seiner Münsteraner Werkstatt aus gebürstetem Stahl mit Furniereinlagen. Das gefächerte Wandkreuz ist mit roten Bleiglasornamenten versehen. Von Korsmeier stammen auch die großflächigen und sehenswerten Buntglasfenster. Er verarbeitete hier Glas aus Murano bei Venedig.
1981 erhielt die Kirchen eine zwei-manualige Schleifladenorgel mit 12 Registern in einem geschlossenen Massivholzgehäuse der Orgelbaufirma Führer aus Wilhelmshaven.
Durch ihre ansprechende Form und die eindrücklichen Buntglasfenster gilt die Christuskirche als eine der gelungensten modernen Kirchenbauten der evangelisch-lutherischen Landeskirche. 
Die Kirchengemeinde freut sich auf Gäste aus dem ganzen Emsland zur Vorstellung der Kirche und zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen am 20.08.2023.

Kirche des Monats St. Vitus, Lathen

Kunstschätze aus der Bauzeit vor 500 Jahren
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirche des Monats“ wird mit der St. Vituskirche eine geschichtsträchtige Kirche mit einigen Sehenswürdigkeiten vorgestellt.
 
Um das Jahr 854 war Lathen sowohl Kreuzungspunkt von Verkehrswegen mit der bedeutenden Abzweigung zum Hümmling, als auch ein Ort an höher gelegener Stelle. Das damalige Wort für Lathen (Lodon) bedeutet nichts anderes als Walddüne. Diese unweit der Ems gelegene Erhebung bildete den Ortskern, an dem sich auch die erste Kirche befunden haben muss. 
Im Jahre 834 hat Ludwig der Fromme die Missionszelle Meppen - zu der auch Lathen gehörte - dem Kloster Corvey geschenkt. Wie einige emsländische Kirchen auch ist Lathen somit eine Corveyer Kirche. Von 1528 - 1531 wird die Kirche abgerissen und ein einschiffiges Langhaus mit den Materialien der alten Kirche neu errichtet. Wie bei älteren Kirchen des öfteren, sind Chor und Kirchenschiff dem Korpus Christi am Kreuze nachgestellt. Das sehr schöne Sternengewölbe endet auf aufwendig gestalteten Sandsteinkonsolen, in denen man Bauleute, Steinmetze und Mönche auf Betschemeln sitzend zu erkennen glaubt.
300 Jahre blieb diese Kirche erhalten bis im Jahr 1881 – 1882 ein neuer Kirchturm den alten Turm ersetzte. Der Turm ist 52 m hoch, in dem vier Glocken die Gläubigen zum Gottesdienst rufen. Die Kirche wurde im neugotischen Stil um zwei seitliche Kapellen und zwei Sakristeien erweitert. 
Weil die Kirche zu klein war, wurde 1957 die Saalkirche durch den Anbau zweier Seitenschiffe zur heutigen Hallenkirche erweitert. Im Jahre 1987 werden umfangreiche Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Der Turm (1980) und das Kirchenschiff (1984) werden neu eingedeckt. 1987 wird der Innenraum völlig neu gestaltet. Von besonderer Bedeutung ist die Freilegung der Fresken unter der Gewölbedecke im Altarraum. Sie sind so alt wie die Kirche, also aus dem Jahr 1531. Die Fresken zeigen die Krönung der Gottesmutter Maria, die Dornenkrönung Jesu sowie eine Darstellung des Heiligen Johannes des Täufers und des Kirchenpatrons St. Vitus. Die Vituskirche hält zudem einige weitere Sehenswürdigkeiten bereit. Dazu gehören unter anderem eine Barockmadonna als Zeugnis der ehemaligen Einrichtung der Kirche, die Beichtstühle aus der 1942 abgebrochenen Alt-Wahner-Kirche und ein Sakramentenhäuschen aus Baumberger Sandstein aus dem späten 15. Jahrhundert.
Wie viele Kirchen in der Region ehrt auch die Kirche in Lathen den Heiligen Vitus, einen der vierzehn Nothelfer im Patronat. Beim Betreten der Kirche ist eine um das Jahr 1800 geschnitzte Statue des Heiligen zu sehen. In seiner rechten Hand hält Vitus ein Modell der Lathener Kirche aus der Zeit vor dem Umbau 1881.
Wer mehr über die Kirche und Kirchengemeinde St. Vitus Lathen erfahren möchte, ist herzlich zur Veranstaltung „Kirche des Monats“ am Sonntag, dem 18. Juni um 15 Uhr in die St. Vituskirche (Kirchstraße 10, 49762 Lathen) eingeladen. Die Veranstaltung ist an diesem Sonntag eingebunden in die Mittsommertage Lathen mit einer Ehrenamtsmeile, kulturellen und kulinarischen Angeboten und Spiel und Spaß im Ortskern Lathen.

Kirche des Monats Neuapostolische Kirche Meppen

Kirche des Monats Mai 2023 – Die Neuapostolischen Kirche in Meppen
Die Gemeinde feiert ihr 70-jähriges Bestehen
 
Anfang der 50er Jahre kamen die ersten neuapostolischen Christen ins Emsland. In den Nachkriegsjahren fanden einzelne Familien in Lindloh, Haren-Emen, Lehrte und Haselünne eine neue Heimat. Gottesdienste wurden in dieser Zeit in Lingen oder auch in Rheine besucht. Zum Teil mussten 40 bis 60 Kilometer mit dem Fahrrad oder mit der Bahn zurückgelegt werden. Der Wunsch, eine eigene Gemeinde in Meppen zu gründen, wuchs.
 
Dazu kam es am 04. Mai 1953. An diesem Tag hielt der damaligen Bezirksevangelist Dreyer aus Oldenburg in der ehemaligen Kreisberufsschule den ersten Gottesdienst. Mit 17 Gemeindemitgliedern wurde so vor 70 Jahren die Neuapostolische Gemeinde Meppen gegründet. In der Berufsschule konnten fortan Gottesdienste gefeiert werden und Versammlungen stattfinden. Sonntags wurden Klassenräume zu Andachtsräumen und Gemeinschaftsräumen umgeräumt. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte zu diesem Zeitpunkt unter anderem brieflich durch den damaligen Bischof Schwarz aus Hamburg.
 
Alle neuapostolischen Christen, die im Umkreis der Stadt Meppen lebten, gehörten nun zur Gemeinde Meppen. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte zunächst durch die Seelsorger (Priester) aus dem Raum Oldenburg. In einem für die Gemeinde Meppen denkwürdigen Gottesdienst am 12. Dezember 1959 wurde Priester Otto Schankies mit den Aufgaben des Gemeindevorstehers der Gemeinde Meppen betraut. Von diesem Zeitpunkt an wurde die mittlerweile 47 Mitglieder zählende Gemeinde in Meppen als eigenständige Kirchengemeinde im Bezirk Emden geführt.
 
Für die Berufsschule wurde in den Jahren 1971/1972 ein neues Gebäude in Meppen am Nagelshof errichtet. Auch hier konnte die Gemeinde Räumlichkeiten für Gottesdienste und Versammlungen nutzen.
 
1973 Baugrundstück für ein Kirchengebäude
1973 kaufte der Präsident der Neuapostolischen Kirche, Gebietskirche Bremen, ein Grundstück am Herrenmühlenweg in Meppen. Die Neuapostolische Gemeinde sollte eine eigene Kirche erhalten.
 
Mit der Planung und der örtlichen Bauleitung wurden die Meppener Architekten Grosch beauftragt. Im Frühjahr 1981 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Es erfolgte die Grundsteinlegung. Am 10. Juli 1981 konnte das Richtfest gefeiert werden. Der eingeschossige Kirchenbau erhielt ein teilweise ausgebautes Dachgeschoß. In ihm wurde ein Jugendraum untergebracht, in dem insbesondere Jugendarbeit stattfindet, Konfirmandenunterricht gegeben wird und die Vorsonntagsschule und Sonntagsschule abgehalten wird. Der Jugendraum bietet einen Blick in den großen Kirchraum im Untergeschoss. Ende 1981 hatte die Gemeinde fast 100 Mitglieder. Am 12. März 1982 wurde die Kirche geweiht und ihrer Bestimmung übergeben.
 
Die Gemeinde wächst weiter durch Zuzug aus dem Bereich der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen (heute Westdeutschland) und anderen Bundesländern. Die umfangreichen Aktivitäten der Gemeindemitglieder, insbesondere auch das Musik- uns Chorwesen mit einem gemischten Chor, einem Männerchor und einem Kinderchor machten eine Erweiterung des Kirchengebäudes notwendig. Ein Mehrzweckraum wird angebaut und am 20.11.2002 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der Andachtsraum bietet Platz für etwa 100 Gottesdienstteilnehmer. Dieser Raum mit Bankreihen kann mit Stühlen ergänzt werden. Im vorderen Teil des Kirchengebäudes - zum Herrenmühlenweg gelegen – befinden sich eine geräumige Eingangshalle, die Sakristei, sanitäre Anlagen, Garderoben und weitere Nebenräume. Der Giebel selbst zeigt ein Bild mit bunten Glasbruchsteinen. Im rückwärtigen Bereich des Andachtsraumes ist der Altar auf einem Altarpodest aufgestellt. Neben dem Altar gibt es weitere Bestuhlung und eine elektronische Orgel.
 
Seit 2014, ausgehend vom Internationalen Kirchentag der Neuapostolischen Kirche in München, besteht eine Partnerschaft mit der Neuapostolischen Gemeinde Blaufelden in Baden – Württemberg. Mehrere Besuche haben zwischen den Kirchengemeinden stattgefunden, herzliche Kontakte wurde zwischen den Gemeindemitgliedern geknüpft.
 
In 2015 wechselt die Gemeinde Meppen aus organisatorischen Gründen vom Bezirksapostelbereich Norddeutschland nach Nordrhein-Westfalen in den Bezirk Münster.
In Deutschland bekennen sich über 310.000 Menschen zum neuapostolischen Glauben. Damit ist die Kirche hier neben der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche und den orthodoxen Kirchen die viertgrößte christliche Konfession. Seit 2019 ist die Neuapostolische Kirche Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und damit Teil der Ökumene.
 
Grundsatz der Neuapostolischen Kirche ist: Alles zur Ehre Gottes und zum Wohle des Nächsten!
 
Die Meppener Gemeinde möchte ihre Kirche (Herrenmühlenweg 14, 49716 Meppen) und ihre Aktivitäten am Sonntag, den 21. Mai 2023 um 15.00 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirche des Monats“ vorstellen und lädt dazu und zum anschließenden Kaffeetrinken herzlich ein.
St. Antonius Kirche Messingen
Domine dilexi decorem domus tuae et locum habiticonis gloriae tuae!                       Herr, ich liebe die Zierde deines Hauses und den Ort, in dem dein Ruhm wohnet! (Psalm 26)
Diesen Psalm, der auch heute noch außen über dem Seitenportal zu sehen ist, wählten die Messinger Gemeindemitglieder, als sie beschlossen, eine neue Kirche zu errichten.
In Messingen gab es bereits seit dem Jahr 1295 eine Antonius-Kapelle. Elfmal im Jahr kam der Pfarrer von Thuine in diese Kapelle, um Gottesdienst zu halten. Ansonsten gingen die Einwohner von Messingen nach Thuine in die Kirche. 
Am 31.10.1806 wurde Messingen zu einer eigenen Pfarrei erhoben und die St. Antonius-Kapelle wurde zur Pfarrkirche. Die Brümseler Katholiken gehörten jedoch weitere  115 Jahre zur Kirchengemeinde Thuine und wurden erst 1921 nach Messingen umgepfarrt. 
Die Messinger Kapelle wurde im Laufe der Zeit zu klein. Zudem war sie mittlerweile höchst baufällig, so dass 1861 ein Neubau beschlossen wurde. Nur der Turm konnte von der alten Kapelle erhalten und in den Neubau integriert werden. 
Am 07. August 1862 konnte der Grundstein der neuen Kirche gelegt werden. Dieser ist auch heute noch von außen im Mauerwerk des Chorraumes an der Ostseite der Kirche zu sehen.
Die neugotische, aus Ibbenbürener Sandstein gefertigte Saalkirche konnte gut ein Jahr später im November 1863 durch den Osnabrücker Bischof Paulus Melchers feierlich konsekriert werden. Im Altar der Kirche wurden dabei Reliquien des Heiligen Märtyrers Innocentius eingelassen.                                                                                                                    Schutzpatron der Kirche ist der heilige Antonius Abbas, der Einsiedler, dessen Fest am 17. Januar gefeiert wird. Seine Statue thront seit 1863 außen über dem Kirchenportal und begrüßt die Kirchenbesucher. Sie wurde in den Jahren 2020-2022 aufwändig restauriert.
Der heilige Antonius gilt als Schutzpatron der Bauern und ihrer Nutztiere sowie gegen Seuchen, Feuer und Pest. Zur Darstellung des hl. Antonius Abt gehört auch der T-Kreuz-Stab mit Bettlerglöckchen. Der Stab ist das Symbol, das die Wanderschaft des Lebens mit der Kreuzesnachfolge verbindet. Auch in der Pflasterung vor der Kirche wurde dieser T-Kreuzstab eingearbeitet, der sich ebenfalls im Wappen der Gemeinde Messingen wiederfindet.
Beim Betreten der Kirche zeigt sich zuerst das Gebälk des alten Turmes und die aus dem Jahr 1950 stammende hölzerne Gedächtnistafel mit dem Bild des Erzengels Michael und den Namen der in den beiden Weltkriegen gefallenen Söhne der Pfarrgemeinde.
Im Turm befindet sich auch der Aufgang zur Orgelempore mit der aus dem Jahr 1959 stammenden Orgel.
Im hinteren Teil des Kirchenschiffes steht der Beichtstuhl, der aus dem Jahr 1867 stammt.
Genau in der Mitte des Kirchenschiffes fällt ein 12-armiger neuromanischer Radleuchter auf. Dieser hing viele Jahre im Dom zu Osnabrück, bevor er 2005 seinen Weg in die Messinger Kirche fand.
An den Wänden hängen aus Holz geschnitzte Figuren von Heiligen, von der Gottesmutter und eine Herz-Jesu-Figur. Auch sie stammen aus der Zeit des Kirchenneubaus und wurden von damaligen Gemeindemitgliedern gestiftet. Zwischen den Figuren ist an den Wänden ein Kreuzweg angebracht, der aus dem Jahr 1907 stammt. Früher stand außerdem auch eine Pieta der schmerzhaften Gottesmutter aus dem Jahr 1870 im Inneren der Kirche. Diese befindet sich heute auf dem Kirchplatz in einer Grotte.
Über dem Altar hängt ein großes neugotisches Kreuz. Über dem aus Stein gehauenen Hochaltar befinden sich drei herrliche Chorfenster aus dem Jahr 1911. Das mittlere Fenster zeigt die Dreifaltigkeit mit der Inschrift „Deo et Deum et in Deo sunt omnia“ (durch Ihn und mit Ihm und in Ihm ist alles). Das linke Fenster zeigt die Verkündigung Mariä mit der Inschrift „et verbum caro factum est“ (Und das Wort ist Fleisch geworden) und das rechte Fenster stellt die Auferstehung Christi mit  der Inschrift „Surrexit Dominum Vere“ (Der Herr ist wahrhaft auferstanden) dar.
Eine umfassende Sanierung und Renovierung der Kirche fand in den Jahren 1991 bis 1993 statt. Unter anderem wurde ein neuer, aus Sandstein gefertigter Altar errichtet. In diesem Altar ruhen Reliquien des seligen Adolph Kolping. Die Altarweihe erfolgte am 4. Juli 1993. Im Zusammenhang mit diesem Ereignis wurde vor der Kirche ein steinernes Denkmal errichtet, das eine vom Bildhauer Krautwald geschaffene Bronzeplatte ziert, die Bild und Lebensdaten des seligen Adolf Kolping zeigt.
Im Rahmen der Renovierung wurde die alte Sakristei neben dem Chorraum zu einer Taufkapelle umgebaut. Dort befindet sich neben dem Taufbecken im Nazarenerstil als besondere Kostbarkeit ein Sakramentshäuschen aus Sandstein, welches aus dem späten 15. Jahrhundert stammt. Dieses dientefrüher der Aufbewahrung des Allerheiligsten. Heute wird hier das Taufgeschirr aufbewahrt. 
Im Zuge der Renovierung 1993 wurde eine neue, größere Sakristei mit einem Beichtzimmer in modernem Stil von außen an die Nordseite der Kirche angebaut. In den Jahren 2022 und 2023 wurde dieser Anbau neu gestaltet. Das Beichtzimmer und ein Zwischenflur wurden zu einer verkleinerten Sakristei umgebaut und die vorherige Sakristei wurde zu einem Abschiedsraum umgestaltet. Dort können sich Angehörige in würdiger Atmosphäre von ihren Verstorbenen verabschieden. Öffnet man die Tür, geht das Licht an, der stilisierte Korpus des Gekreuzigten in der Mitte der Stirnwand leuchtet auf, sanfte Musik erklingt. An einer Wand mit Waldtapete steht ein gemütliches Sofa mit bunten Kissen und einer warmen Decke. Der neue Abschiedsraum ersetzt die aus dem 70er Jahren stammende baufällige Friedhofskapelle. Dadurch wird das so wichtige Thema ‚Tod und Sterben‘ in die Mitte Kirche und der Gemeinde geholt. Beerdigungen finden nicht mehr aus der Friedhofskapelle, sondern können aus der Kirche heraus stattfinden.  
Zwischen der Kirche, dem alten Pfarrhaus und dem Antoniushaus wurde im Jahr 2022 in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Messingen ein neuer Mehrgenerationenpark mit Spielgeräten, Boulebahn, einer Bühne und Verweilmöglichkeiten geschaffen. Außerdem befindet sich in der Mitte des Parks ein Skulpturengarten. Sieben religiöse Skulpturen aus der Pfarreiengemeinschaft Freren wurden zusammengeführt und laden Besucher zum Innehalten ein.
Die Kirchengemeinde St. Antonius präsentiert ihre Kirche (Pfarrer-Baute-Straße 5, 49832 Messingen) am Sonntag, den 23.04.2023, um 15.00 Uhr. Gäste aus dem ganzen Emsland sind herzlich dazu und zum anschließenden Nachmittagskaffee willkommen.
Christoph Driever

St. Jakobus und St. Nektarie in Sögel

Eine bemerkenswerte aus Holz gebaute Kirche
Die „rumänische-orthodoxe Kirche St. Jakobus und St. Nektarie“ wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirche des Monats“ am Sonntag, den 19.03.2023, um 15.000 Uhr vorgestellt. Zu finden ist diese bemerkenswerte Holzkirche an der Kreuzung Hümmlinger Ring / Sprakeler Straße in Sögel.
 
Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde Sögel-Papenburg (Emsland) St. Jakobus und St. Nektarie in Sögel wurde 2016 gegründet. In den ersten zweieinhalb Jahren stellte die katholischen Kirche St. Jakobus ihre Kirche außerhalb der eigenen liturgischen Feiern in ökumenischer Gastfreundschaft zur Verfügung. Hier wurde die Heilige Liturgie gefeiert, die Krankensalbung gespendet, getauft und Trauungen fanden hier statt. Der aus Rumänien kommende Pfarrer Marius-Gabriel Matei arbeitet von Beginn an, ehrenamtlich tatkräftig unterstützt von seiner Frau, mit. Seit November 2016 leitet er die Gottesdienste. Seit Oktober 2018 ist er neuer Dekan für die Region Norddeutschland.
 
Es war ein schwieriger Anfang. An den ersten Gottesdiensten nahmen nur 5 Gläubige teil. Doch später zog es immer mehr junge Leute in die orthodoxe Gemeinde. Sie fanden hier Anschluss. So wurde in einem engen Kreis von 6 Personen beschlossen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um ein Baugrundstück zu erwerben.  Die Idee, eine Holzkirche im authentischen rumänischen Stil aus Maramureș, einem rumänischen Kreis im Norden Rumäniens, zu bauen, stammt von Pfarrer Marius.  2019 erhielt die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde von der politischen Gemeinde Sögel ein Grundstück am Ortsrand für den symbolischen Betrag von 1 €/Jahr. Am 09. Juni 2019 wurde die Heilige Liturgie vom Hohen Metropoliten Serafim Joanta in St. Jakobus gefeiert. Nach dem Gottesdienst ging eine Prozession zum heutigen Ort der Kirche, um das Land zu weihen und den  Grundstein der Kirche zu legen.
 
Die Fläche des Grundstücks beträgt ca. 4.000 Quadratmeter. Auf 180 Quadratmetern ist die Kirche errichtet. Im März 2020 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Gemeindemitglieder halfen nach ihren eigenen Möglichkeiten vielfältig mit. Dafür ist Pfarrer Marius sehr dankbar und spricht von einer großen Familie, die „Familie Emsland“. Zunächst wurden die Aushubarbeiten durchgeführt und anschließend das Fundament errichtet.  So konnte am 11. Mai 2020 der erste Holzbalken der Kirche gesetzt werden.  Dieser befindet sich am Sockel des Heiligen Altars und ist mit dem Buchstaben „M“ gekennzeichnet. Damit wird die Dankbarkeit für eine Frau mit dem Vornamen Maria bekundet. Sie war die Erste, die Hilfe beim Bau der Kirche anbot, damals als es nur eine Idee des Pfarrer war.  
 
Der Bau der Kirche wurde von erfahrenen Handwerkern der Firma Teodor Birsan SRL aus Maramures durchgeführt. Durch ihre Geschicklichkeit und Handwerkskunst war es möglich, einen Kirchenkomplex von seltener Schönheit mit gedrechselten Säulen, kleinen Dächern und mit vielen reich verzierten religiösen Schnitzereien zu errichten. Das Eingangstor ist 12 x 7 x 2,5 m lang. Die Kirche selbst ist 27 m lang, 32 m hoch und maximal 12 m breit. Auf dem Dach der Kirche befinden sich 3 Kreuze, jedes 2 Meter lang, und ein 2,5 Meter hohes Kreuz steht auf dem Glockenturm. Im Glockenturm befinden sich zwei Glocken mit einem Gewicht von 73 kg und 147 kg, die von der rumänischen Firma Blotor SRL aus Râmnicu Vâlcea hergestellt wurden.
 
Am 31. August 2021 wurden die Dachkonstruktion, der Turm und der Glockenturm per Kran eingehoben und platziert. Statische Probleme mit der Holzkonstruktion verzögerten den Abschluss des Kirchenneubaus. Die dadurch verursachten Probleme führten sogar zu dem Gedanken, den Bau aufzugeben. Im Juni 2022 wurden die Arbeiten jedoch wieder aufgenommen, indem eine massive Eisenkonstruktion (25 cm x 25 cm mit einer Dicke von 1 cm) platziert wurde, die das Dach und den Turm der Kirche trägt. Im September 2022 nahmen rumänische Handwerker die Arbeiten an der Innenausstattung wieder auf. Am 13. März 2023 wurde der Ikonostas, der die Kirche vom Heiligen Altar trennt, erbaut. Diese Wand, die 52 Ikonen enthält, hat eine doppelte Tür in der Mitte und eine an jedem Ende. Am 18. Juni 2023 findet der Weihegottesdienst des Altars statt, ein großes Fest für die ganze Gemeinde Sögel, die Region Papenburg und den ganzen Landkreis  Emsland. Denn diese Kirche ist die einzige rumänische Holzkirche in Niedersachsen und erst die vierte in ganz Deutschland. 
Das die Kirche insbesondere durch Spenden zu finanzieren ist, sei jede Spende willkommen, so Pfarrer Matei (Rum. Orthodoxe Kirche Papenburg und Sögel, IBAN: E49 2665 0001 1091 0596 81).
Heute zählt die Kirchengemeinde etwa 6000 Mitglieder aus dem ganzen Emsland und der Grafschaft Bentheim. Orthodoxe Kirchen, so auch die Sögeler Kirche, haben in der Regel keine Kirchenbänke oder Bestuhlung, sondern nur für Alte und Schwache eine Sitzreihe an den Wänden. Der Großteil der Gemeinde steht deswegen während der Liturgie. Bringen Sie gerne eine kleine Sitzgelegenheit mit.
Die Kirchengemeinde freut sich auf Gäste aus dem ganzen Emsland. 

Kirche des Monats Februar 2023 - Herz Jesu-Kirche in Klein Berßen

In der Art und Ausstattung eine einmalige Kirche mit einer über 100 Jahre alten, fast vollständig erhaltenen Ausmalung
 
Groß Berßen und Klein Berßen gehörten bis zum ersten eigenen Kirchenbau, nach mündlicher Überlieferung 1218, zur Kirchengemeinde Bokeloh. Der heilige Ludger benutzte Bokeloh als Stützpunkt für seine Missionsreisen nach Ostfriesland. Auch Berßen wurde von Ludger, der 805 Bischof von Münster wurde, missioniert. Etwa 400 Jahre gingen die Berßener zum Gottesdienst in die Bokeloher Kirche. 
Die erste Kirche in Klein Berßen war dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Die Michaelikirche war ein einfacher viereckiger, aus Findlingen bestehender Bau von etwa 20 m äußerer Länge und 9 m äußerer Breite ohne Turmanbau. 1524 wurde der romanische Feldsteinbau um einen polygonalen Chor im Stil der Spätgotik erweitert. Einen hölzernen Glockenturm erhielt sie 1585. 
Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Bevölkerung an. Da auch bis 1851 Gläubige aus Stavern, bis 1865 Gläubige aus Apeldorn und bis nach dem 2. Weltkrieg Gläubige aus Westerloh den Sonntagsgottesdienst in Klein Berßen besuchten, war die Kirche sehr beengt. Nach und nach wurden in den anderen Gemeinden eigene Kirchen gebaut. 
Im August 1891 besuchte der Osnabrücker Bischof Bernard Höting die Kirchengemeinde Berßen zur Firmspendung. Nach der Besichtigung der Michaelikirche äußerte er, die Kirche bedürfe wohl der Erweiterung und der Verschönerung, und sie brauche auch einen Turm. Im Oktober 1894 beschließen die kirchlichen und politischen Verantwortlichen den Neubau der Kirche nach Plänen des Osnabrücker Dombauarchitekten Lutz. Die Bauausführung wurde dem Bauunternehmer Hermann Jüngermann aus Groß Stavern übertragen. Er hatte als Geselle an dem Neubau der Sögeler neugotischen Kirche mitgebaut. Da der Neubau der Kirche in Klein Berßen einen Teil des Friedhofs beanspruchte und Gräber umgebettet werden mussten, wurde zunächst der Friedhof von 1.420 m2 auf 2.232 m2 erweitert und mit einer Mauer umzogen. 1895 wurde der Grundstein für den neuen Turm gelegt. Er wurde errichtet an der Stelle des alten hölzernen Turmes. Der Neubau des Chores folgte 1896, der Neubau des Kirchenschiffes von 1897 bis 1900. Pfarrer Gerhard Brand, seit dem 23.08.1890 in der Kirchengemeinde, war ein eifriger Herz-Jesu-Verehrer. Glauben sei eine Herzenssache, nicht nur eine Sache von Kopf und Willen. Die neue Kirche wurde somit auf das Patronat des Heiligsten Herzens Jesu geweiht.
Die heutige Herz-Jesu-Kirche ist eine aus Backsteinen gebaute neugotische dreischiffige Hallenkirche mit vier Jochen. Der Innenraum schließt mit einem Sterngewölbe ab, das von fünf Säulenpaaren getragen wird. Der erste Plan des Architekten zeigte im Grundriss noch keine Erweiterung des dritten Joches nach außen. Da aber dann der passende Platz für die Beichtstühle fehlte, wurde das dritte Joch nach außen hin jeweils um 1,60 m zur Aufnahme der Beichtstühle erweitert. Die beiden Ausbauten an der Nord- und Südseite des Kirchenschiffs werden außen durch aufgesetzte Zwerchgiebel hervorgehoben.
Entsprechend dem Patronat des Herzens Jesu wurde die Kirche ausgeschmückt. Dazu gehören unter anderem die eindrücklichen Darstellungen in den 7 buntglasigen Chorraumfenstern, die Verzierungen und Darstellungen in den Kapitellen, die Bilder am vom Osnabrücker Bildhauer Lucas Memken geschaffenen Hochaltar, die Bildnisse an den Nebenaltären, an der Kanzel und am Ambo. 1908 malte der holländische Kunstmaler Piet van Ryen die Kirche aus. Er schmückte das Sterngewölbe mit der stilisierten Passionsblume. Wie Lianen ranken sich die Blumen hoch in den verschiedenen Formen von Blättern und Blüten. Die künstlerische Fülle der Kirche will vielfältig anregen, die Liebe des Herzens Jesu im Dienst an den Menschen weiterzuschenken. Die Berßener Herz-Jesu-Kirche ist in dieser Art von Ausstattung und der über 100 Jahre fast vollständig erhaltenen Ausmalung in Bezug auf die Herz-Jesu-Verehrung einmalig. Sehenswert sind auch der Taufstein, der mit acht Fliesenmotiven verzierte Fußboden, einige Statuen, unter anderem von Johannes dem Täufer, und einige Kleinodien.